Klaus Burger MdL (CDU) deckt Handlungsbedarf auf: Sigmaringer Straßen brauchen mehr Tempo bei Sanierungen und Planungen
CDU-Abgeordneter Klaus Burger sorgt mit Kleiner Anfrage für Klarheit über den Zustand von Straßen und Brücken im Landkreis Sigmaringen: Starke Investitionen, aber auch deutlicher Nachholbedarf bei Landesstraßen.
Sigmaringen: Zum Zustand der Straßen und Brücken im Landkreis Sigmaringen hat der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Burger Transparenz geschaffen und damit einen wichtigen Impuls für den Erhalt der Infrastruktur in der Region gesetzt. Dank seiner Initiative liegt nun ein umfassendes Lagebild zur Straßen- und Brückeninfrastruktur im Landkreis Sigmaringen vor. Das Verkehrsministerium musste detailliert Auskunft über den Straßenzustand, den Investitionsstand und laufende wie geplante Maßnahmen geben.
„Wer Verantwortung trägt, muss wissen, wo die Probleme liegen. Nur so lassen sich Investitionen gezielt steuern“, sagte Burger. „Die Antwort des Verkehrsministeriums zeichnet ein differenziertes Bild: Es ist ermutigend zu sehen, dass in den vergangenen Jahren spürbar investiert wurde. Zugleich machen die Daten aber deutlich, dass erheblicher Sanierungsbedarf besteht, insbesondere wo unsere Landesstraßen in die Jahre gekommen sind. Wer Mobilität sichern will, muss jetzt handeln, nicht erst, wenn Schäden sichtbar werden.“
„Tatsächlich befinden sich bereits rund 37 Prozent der Landesstraßen im Landkreis Sigmaringen in einem kritischen Zustand (Note > 3,5). Besonders betroffen sind Abschnitte der L 277 im Donautal sowie der L 283 zwischen Fulgenstadt und Bad Saulgau“, erklärt Burger in der Analyse. „Dagegen schneiden die Brücken mit Durchschnittsnoten von 1,8 bis 1,9 erfreulich gut ab“. Dies wertet Burger als einen Beleg für solide Erhaltungsarbeit.
Seit 2021 wurden im Landkreis über 40 Einzelmaßnahmen umgesetzt, darunter:
• B 32 Sigmaringen–Scheer, Mengen, Gammertingen, Veringenstadt: großflächige Fahrbahnerneuerungen und neue Kreisverkehre,
• B 311 Meßkirch–Krauchenwies: mehrere Sanierungsabschnitte,
• L 277 Beuron–Gutenstein: umfangreiche Fels- und Hangsicherungen,
• L 268 Ortsumfahrung Pfullendorf (2. Bauabschnitt): mit über 15 Millionen Euro eines der größten Projekte im südlichen Baden-Württemberg.
Doch trotz dieser Fortschritte mahnt Burger: „Zwischen Sigmaringen, Mengen und Bad Saulgau gibt es etliche Strecken, die dringend ausgebaut oder erneuert werden müssen“. Doch bis 2026 seien keine neuen Projekte in Sicht. Es gäbe erheblichen Realisierungsstau bei Neubauten und langfristigen Planungen. In diesem Zusammenhang verweist der Abgeordnete Klaus Burger im Besonderen auch auf den Streckenabschnitt der L 218 zwischen Stetten am kalten Markt und Glashütte, der dringend der Umsetzung bedarf. Dieser Stillstand gefährde Mobilität und Standortqualität.
Für die CDU ist klar: „Wir wollen, dass die Menschen in unserer Region sicher, schnell und verlässlich unterwegs sind. Wir brauchen einen verbindlichen Sanierungsplan und deutlich mehr Tempo im Verkehrsministerium“, fordert Burger.
