Für schnelles Internet fließt Geld nach Illmensee, Herdwangen-Schönach und Wald - Hohentengen erhält Sonderpreis "Digitalisierung und Heimat"
Die Gemeinde Illmensee erhielt heute aus der Hand von Digitalisierungsminister Thomas Strobl (CDU) einen Breitbandförderbescheid in Höhe von 647.104 Euro. Dies gibt der Sigmaringer Landtagsabgeordnete Klaus Burger bekannt. Weitere 16.410 Euro fließen nach Herdwangen-Schönach, die Gemeinde Wald erhält 10.575 Euro.
Darüber hinaus hat Minister Strobl zusammen mit dem Präsidenten des Gemeindetags Baden-Württemberg Roger Kehle auch Förderbescheide für das Modellprojekt „Digitalisierung und Heimat“ ausgehändigt. Das Projekt „Digitalisierung und Heimat“ wurde als Teil der Digitalakademie in Zusammenarbeit mit dem Gemeindetag Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Hierbei werden Projekte prämiert, die der Entwicklung entgegenwirken sollen, dass sich Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden im Zuge der Digitalisierung den Wohnort nicht mehr als Heimat definieren und sich vom dortigen, alltäglichen Leben immer weiter weg entwickeln. Eine der prämierten Gemeinden ist Hohentengen. Die Gemeinde erhält diesen Sonderpreis „Digitalisierung und Heimat“, der mit 7.500 Euro dotiert ist. „Ich freue mich besonders, dass wieder vier Gemeinden aus dem Landkreis Sigmaringen vom Land im Rahmen der Breitbandförderung einen Zuschuss erhalten. Diese Mittel tragen dazu bei, dass in unseren Gemeinden Bürger, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen rasch von schnellem Internet profitieren“, sagte Klaus Burger heute in Stuttgart. „Der Sonderbescheid über 7.500 € „Digitalisierung und Heimat“ ist für die Gemeinde Hohentengen zukunftsweisend. Digitalisierung kann sehr gut mit Heimat verknüpft werden. Besonderes Engagement in diesem Bereich wird belohnt.“
Die Fördermaßnahme ist Teil des Breitband-Förderprogramms 2019 des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration. „Der flächendeckende Ausbau von schnellem Internet nimmt in Baden-Württemberg weiter Fahrt auf. Immer mehr Kommunen schultern jetzt auch hohe Investitionen, um ihre digitale Infrastruktur entscheidend zu verbessern. Das Land unterstützt diese Anstrengungen mit aller Kraft – wie das heutige Ergebnis beweist“, betonte Digitalisierungsminister Thomas Strobl bei der Übergabe. Bewilligt wurden diesmal 112 Förderanträge mit einem Volumen von 33,4 Millionen Euro und damit der bisher höchsten Gesamtfördersumme überhaupt. Seit 2016 hat das Land nunmehr 1.904 Breitbandprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 445 Millionen Euro unterstützt.
Im Jahr 2019 konnten insgesamt rund 88 Millionen Euro an Fördergeldern bewilligt werden. Weitere Bewilligungen werden erst nach den Haushaltsberatungen, also im nächsten Jahr wieder möglich sein. „Wie noch keine Regierung vor uns haben wir in den Ausbau des schnellen Internets investiert – mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr. Damit lag unsere Förderung pro Jahr höher als die gesamte Breitbandförderung der Vorgängerregierung. Diese Investitionsoffensive kommt inzwischen an: Die Kommunen ziehen mit und steigen ein, in den größten Infrastrukturausbau im digitalen Zeitalter. Diese Investitionsoffensive dürfen wir jetzt nicht abreißen lassen. Die Investitionen in Glasfaser sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes, in unseren Wirtschaftsstandort und unsere Lebensqualität“; so Burger weiter. Bei einer bundesweiten Erhebung zum Jahresende 2018 war für mehr als 87 Prozent aller Haushalte in Baden-Württemberg ein Internetanschluss mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde verfügbar. Das ist eine Verbesserung von fast 16 Prozentpunkten gegenüber Anfang 2016. Mehr als 90 Prozent der Haushalte verfügen über eine Download-Geschwindigkeit von 30 Mbit pro Sekunde. Bis 2021 wird das Land eine halbe Milliarde Euro für den Breitbandausbau bereitstellen.

