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MdL Klaus Burger zur Gesundheitsversorgung im Landkreis Sigmaringen

|   Pressemitteilungen

Die Anzahl der Haus- und Facharztpraxen im Landkreis Sigmaringen ist seit 2015 um zehn auf nunmehr 129 zurückgegangen. Die allgemeine fachärztliche Versorgung im Landkreis Sigmaringen liegt zwischen 71,9% bei den HNO-Ärzten und 130% im Bereich der Psychotherapie. Dies geht aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage des Sigmaringer Landtagsabgeordneten Klaus Burger hervor. Burger hatte sich in Anbetracht der Diskussionen um die Gesundheitsversorgung im Kreis Sigmaringen mit seiner Anfrage an das Sozialministerium gewandt, um den Status Quo abzufragen. 

Im Rahmen der Bedarfsplanung beschließt der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen dreimal jährlich über den Stand der vertragsärztlichen Versorgung. Der Beschluss von vergangenem Oktober weist für die Mittelbereiche Bad Saulgau 23, für Pfullendorf 18 und für Sigmaringen jeweils 34 hausärztliche Stellen aus. Landesweit gibt es bis heute keinen Planungsbereich, für den nach der Bedarfsrichtlinie eine Unterversorgung festgestellt wurde, auch nicht im Landkreis Sigmaringen.

„Derzeit ist die Gesundheitsversorgung im Wandel, neue Versorgungsmöglichkeiten werden genutzt und bestehende werden sich verändern. Um die Qualität im ländlichen Raum aufrecht zu erhalten, bedarf es größter Anstrengungen aller an der Thematik Beteiligten“, so der Landtagsabgeordnete Klaus Burger (CDU).

Um die ärztliche Versorgung im Landkreis Sigmaringen sicherzustellen, gibt es im Rahmen des Förderprogramms „Ziel und Zukunft“ drei Förderplätze für die hausärztliche Versorgung im Mittelbereich Pfullendorf sowie eine Förderung für die HNO- und zwei Förderungen für die nervenärztliche Versorgung im Planungsbereich Sigmaringen. Mit der Strategie zur Digitalisierung sollen telemedizinische Projekte dazu beitragen, die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen zu unterstützen. Über das Landärzteprogramm wurden 75 Studienplätze für Bewerberinnen und Bewerber geschaffen, die sich langfristig verpflichten, einer hausärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum nachzugehen. Weitere Bausteine, um die ärztliche Versorgung in der Fläche zu stärken, sind u.a. die Einrichtung genossenschaftlicher Modelle medizinischer Versorgungszentren und die Veranstaltungsreihe „LAND ARZT LEBEN LIEBEN“. 

Dabei ist es Klaus Burger ein wichtiges Anliegen, dass auch die Pflege nicht aus dem Blick gerät. So wurden im Jahr 2020 die ehrenamtlichen Strukturen im Landkreis Sigmaringen mit 25.000 € gefördert. Mit dem Programm „Kommunale Pflegekonferenzen BW - Netzwerke für Menschen“, das 2020 aufgelegt wurde, soll über eine sozialräumliche Koordinierung und Gestaltung der Pflege- und Unterstützungsstrukturen sichergestellt werden, dass Menschen unabhängig von der Art des Pflege- und Unterstützungsbedarfs im gewohnten Umfeld bleiben können. „Mit diesen Maßnahmen“, so Burger, „bereiten wir den Weg für langfristig tragfähige Lösungen.“